Internationale Projekte

 

Seit 11 Jahren arbeitet der MJV mit niederländischen Blues- und Rockmusikern zusammen. 1992 lernten Vereinsmitglieder den Bredaer Musiker Kees Schipper in Kleve während einer internationalen Jugendbegegnung kennen. 1994 gab es dann schon die ersten Workshops und Konzerte in Choren bei Döbeln.

Immer mehr Bands und Jugendliche aus Sachsen und der Region Nordbrabant in NL wurden einbezogen.

Im Jahr 2000 gab es eine große Jugendbegegnung in Roßwein. Die musikalischen Ergebnisse sind auf der CD Rockladen 2 NL-D zu hören.

Im Frühjahr 2002 trafen sich Musiker und Jugendliche in Breda / Cham. Auch von dieser Jugendbegegnung wurde eine CD angefertigt.

Im November 2004 waren 20 Sachsen zu einem Kurztrip in NL. In Zundert und Utrecht gab es zwei Konzerte mit anderen niederländischen Bands.

Bilder und Text gibt es dazu im unteren Bereich dieser Seite.

20 Jahre Musikarbeit der Stiftung Vertizontaal ( NL )

Am Wochenende des 4. Advents 2003 fuhren Mitglieder/innen des MJV und Musiker aus den Kreisen Döbeln und Meißen zum Jahrestag der Rockmusiker nach Breda in NL. Unter der Leitung von Kees Schipper hatten die niederländischen Jugendlichen 2 Konzertbühnen aufgebaut. Am Sonnabend und Sonntag waren insgesamt 23 Bands aktiv. Von Pop Rock über Hardrock, Hip Hop, Crossover, Metal und Blues gab es alles zu hören. Stellvertretend einige Namen: Streetwise, Gemini, Hopeless Hope, Day 6, Animo u.a.

Textplosiv aus Döbeln und Clints aus Rosswein vertraten die sächsischen Farben. In einer Sessionband mit Kees Schipper, Eric Wels und Jan de Bruijn war Henri Dassler am Schlagzeug zu erleben. Roland Taffel überreichte im Namen des MJV einen Präsentkorb zum Jubiläum mit Erzeugnissen aus heimische Produktion. Die Döbelner Spezialitäten werden den Holländern sicherlich munden.

Bekanntlich kaufte der MJV vor 11 Jahren sein erstes Schlagzeug in Breda, auf dem Henri seine ersten Sporen verdiente. Heute steht dieses wertvolle Stück im Proberaum Rüsseina.

Textplosiv überzeugte die niederländischen und einige deutsche Fans in der Nacht zum Sonnabend. Bis 1.00 Uhr heizten sie den Tanzwütigen ein. Vorher war der Heimmatador Vals Licht aus Breda zu erleben.

Am Sonntag waren dann die jungen Musiker der Band Clints aus Rosswein zu hören. Sie eröffneten das Konzert vor dem zahlreich erschienenen Publikum. Sie spielten zwar nicht in der optimalen Besetzung. Alexander Becker am Drums hielt mit seinem groovenden Rhythmus alle zusammen.

Musikalisch überzeugten die meisten niederländischen Bands. Man merkt die Handschrift der Berufsmusiker, die den jungen Leuten viele Tips mit auf den Weg geben. Manchmal wünschte der MJV unseren jungen Musikern dieses Bandcoaching, damit Proben effektiver ausfallen und man einen Fortschritt erkennt.

Christian Frenzel aus Rosswein war vor allem von Animo begeistert. Hardrock mit einer dynamischen Frauenstimme riss einfach alle mit. Auch DAY 6 schaffte im New Metal Stil einen Soundteppich, der unter die Haut ging. An längst vergangene Zeiten erinnerte die Laventband. Bandleader Walter Lavent hatte um sich eine Menge junge Leute gescharrt, die den Oldies von Janis Joplin, Rolling Stones , Cream u.a. sehr viel abgewinnen konnten.

Es war schon erstaunlich, dass die Konzerte drei Generationen mobilisierten. Manchmal wünschte man sich diese musikalische Toleranz auch in Sachsen.

Untergebracht waren die deutschen Teilnehmer/innen in einem typischen niederländischen Einfamilienhaus, welches Jan aus Breda kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte. Die 20 Jugendlichen richteten sich gut ein und genossen das nächtlich Meeting. Bewundernswert waren die niederländischen Nachbarn, die trotz des Kleinbuslärms in der Nacht und der sächsischer Seelen kein böses Wort verloren.

Vielen Dank auch der Fa Thieme und der Familie Taffel für die Bereitstellung der Kleinbusse.

Die Heimfahrt am Montag war zwar etwas beschwerlich, trotz der mißlichen Witterungsbedingungen schafften es alle Fahre/innen die Teilnehmer/innen gut nach Sachsen zurückzubringen.

Im Mai 04 werden wir mehrere Konzerte mit niederländischen und deutschen Bands in Sachsen und Thüringen organisieren.

Im Oktober ist eine Jugendbegegnung in Breda geplant.

Die nierländischeBand Vals Licht hat in Südbrabant einen guten Namen. ( Bild 1 und 2 ) Immer mit dabei ist Edwin, den die sächsischen Jugendlichen schon 1992 in Kleve kennenlernten. In Breda trat er auch mit einer Workshopband auf. Er ist einer der guten Geister, die stets mit helfen.

 

 

 
Antje, Alex und Matthias schauen sich die Dokumentation zu der Musiarbeit in Breda an. Viele Bilder waren auch aus Sachsen zu sehen.
 

Roland fiebert seinem Auftritt entgegen. Alex im Gespräch mit Henk Arts ( Bassist ), der ihn schon in Döbeln und Roßwein musikalisch betreute.

 
Die Frontmänner von Textplosiv im Einsatz. Bürgi lief mit seinem sächsischen Englisch zur großen Form auf.
 
In den Armen von Mirko lässt sich gut ruhen.

Rhythmusgitarrist Matthias und Bassist Jürgen

Jugendbegegnung D - NL Mai 2003

In der Zeit vom 25.05. - 01.06.03 fand ein Treffen mit 50Teilnehmer/innen im Klosterbezirk Altzella statt. Im Studentenwohnheim Roßwein übernachteten die Jugendlichen und Musiker.. Musikworkshops und Konzerte gab es in Roßwein, Döbeln und Altzella, Communication Breakdown (NL) nahm an einer Benefizveranstaltung des Treibhaus e.V. in Döbeln teil.

Eingebunden waren das Offene Haus Lommatzsch und das Jugendhaus Roßwein

 

 

 

Bild : Blues Willis aus NL/D

Presseinfo zur internationalen Jugendbegegnung

MJV und Vertizontaal Breda ( NL ) im Mai 2003

Neben einem umfangreichen Programm, welches Workshops, Besichtigungen, Gesprächsrunden und Besuche der Landeshauptstadt und Meißens umfasst, gab es mehrere Konzerte und den Tag der Begegnungen in Sachsen.

Den Anfang machten drei Bands in der Scheune am Dienstag, dem 27.05.03. Die niederländischen Gruppen Communication Breakdown ( Rock / Brit Pop) und Blues Willis ( Blues, Funk, Jazz ) sorgten mit der Döbelner Band III Amigos & The Ladies ( Rock, Rock n Roll ) für einen interessanten musikalischen Mix . Vorher hatten die Teilnehmer/innen Dresden besucht.

Bassist Eric Wels aus Breda hatte für diese Jugendbegegnung eine Workshopband zusammengestellt, die sich der traditionellen Blues- und Rockmusik verschrieben hat. Elemente des Jazz sind dabei nicht zu überhören. Am Schlagzeug brillierte ein langjähriges Mitglied des MJV, der durch die Musikworkshops mit Kees Schipper zum professionellen Spiel kam. Henri Dassler trommelte mehrere Jahre bei Steam und zuletzt bei Tino Standhaft.
Die niederländischen Musiker erinnerte er in seiner Spielweise immer an den leider viel zu früh verstorbenen Rob van de List.

Communication Breakdown war bei den letzten 4 Jugendbegegnungen immer mit von der Partie. Sie sind nun den Kinderschuhen entwachsen und machten mit einer CD in NL Furore. Frontmann Victor setzt sich in seinen Songs auch kritisch mit politischen Themen auseinander.

Am Donnerstag, dem 29.05. waren zu Himmelfahrt auf den Klosterwiesen des Klosters Altzella ab 15.00 Uhr 5 Spitzenbands aus Sachsen und NL zu hören.

Neben Eric Wels & Friends und The Pact war Flecke mit Four Roses, Angie and the Coverbirds und Julia Montez dabei. Neben tradtitionellen Blues- und Rocknummern konnten sich die Zuhörer über Oldies aus 30 Jahren Pop und Rockmusik freuen. Julia Montez Bandleader Ralph ist Mitglied des MJV.

Am Freitag, dem 30.05.03 standen beim Tag der begegnungen die jungen Wildenauf der Bühne
Musikalische Vielfalt erwartete die Gäste dieses kleinen Blues- und Rockfestivals im Klosterbezirk Altzella.

Eröffnet wurde das programm durch die sehr gute Nachwuchsband Silent Poem

Heimvorteil hatte Blue Sin mit ihrem Experimentalrock. Leider nutzten sie ihn nicht. Zu viel Experimente kann man auch den besten Fans nicht zumuten.

Textplosiv aus Döbeln hatte mit Crossover und Hip Hop schon viele Fans im Klosterbezirk.. Die Texter und Sänger Mirko und Bürgi treffen mit ihrer Sprache den Nerv der jungen Leute. Sie behandeln nicht die großen philosophischen Themen, sondern erzählen auch über ihre Heimatstadt und das Denken ihrer Generation. Ihre erste CD - Verflucht Bombig - kann schon die 2. Auflage vertragen.

Beide Bands sind auch aus den Workshops während der Jugendbegegnungen in den letzten Jahren hervorgegangen.

The Garagers profilierten sich durch rockige Covertitel und führten eigentlich zu Unrecht in der letzten Zeit ein Schattendasein.

Aus Berlin heizten De Ruths mit Ska, Funk und Rock den Fans ein. Die Jugendlichen des MJV hatten sich für die Band aus der Hauptstadt entschieden.

Am Sonnabend, dem 31.05.03 gab es ein Abschlusstreffen und die Abschlussveranstaltung im Rohtabak Döbeln. Hier zeigten alle Workshopbands und Eisenheinrich aus Leipzig ihr Können. Am Ende war Ann Spitfire zu hören, die 2002 an der Jugendbegegnung in NL teilgenommen hatten.



1999 Ostern weilten ebenfalls viele Jugendliche aus Sachsen in Breda. Dabei auch Strange Noise,DIDL.u.Steam

Hier die Abschlussveranstaltung im Gemeinschaftshaus Bakkelike in Breda

 

Jugendfahrt nach NL November 2004

Geminsames Essen in Hotel Roskam / teXtPloSiV ( Rhythmusgruppe ) in Zundert / Bummel von Slush begeisterte mit seine Show

Chef des Cees Place / teXtPloSiV

Bühne Cees Place Utrecht

Fans in Zundert Sängerin der NL Rockband

Ein Wochenende voller Eindrücke
Der Mittelsächsische Jugendverein e.V. zu Gast bei seinen niederländischen Freunden


Der MJV folgte der Einladung der Stiftung Vertizontaal in Breda und fuhr am Wochenende vom 12.-14.11.2004 mit 2 Kleinbussen und 2 Privatautos ins niederländische Zundert. Mit dabei waren Silent Moments, die Döbelner HipHop/Crossover Band Textplosiv und Slush aus Roßwein. Erstere waren bereits 2003 in Breda und hatten dort auch einen Auftritt. Für Slush und einige andere Jugendliche war die Jugendbegegnung die erste dieser Art. Angekommen in Zundert, warteten bereits unsere alten Freunde Kees Schipper und Jan de Brujin (beide Musiker und Sozialarbeiter) im Hotel "De Roskam" auf uns. Dort waren wir untergebracht und dort fand auch gleich am Freitagabend ein Konzert mit unseren 2 Bands und niederländischen Nachwuchsbands statt.

Nachdem alle (staubedingt) eingetroffen waren und die Betten bezogen hatten, begann bereits das sehr gut besuchte Konzert, und es war für alle klar, das dieses Wochenende im Zeichen der Musik stand. Kees und Jan hatten einige Bands aufgestellt, für die meisten war es der erste Auftritt und man merkte die große Anspannung. Auf der Bühne konnten aber alle überzeugen, auch unsere beiden Bands, die eine tolle Live-Show boten.

Am nächsten Morgen wurde gemeinsam gefrühstückt und später Mittag gegessen. Unterschiedliche Essgewohnheiten der beiden Länder waren hier Diskussionsstoff und man merkte, wie die Jugendlichen dabei anfingen ihren multikulturellen Horizont zu erweitern. Dieses immer noch wichtigste Ziel einer Jugendbegegnung war in der Vorbereitung zwischen den Betreuern diskutiert wurden. Aber schon der erste Kontakt zwischen den Jugendlichen zeigte den Betreuern den Erfolg solch eines Unternehmens und unterstrich die Wichtigkeit, an einer solchen Jugendbegegnung in den kommenden Jahren festzuhalten.
Nach dieser regen Diskussion beim Mittag, fuhr man am Nachmittag in die historische niederländische Stadt Utrecht. Nach einigen Problemen mit Autobahnabfahrten und Einbahnstraßen, war man endlich am Ziel: der Club Cees Place mitten an der Oudegracht, einer der belebtesten Straßen in der Utrechter Altstadt.

Henk Arts, Musiker und Dozent an diversen Hochschulen und Musikschulen, unter anderem auch in Utrecht, empfing uns und machte im Anschluss gleich noch eine Stadtführung. Dazu gehörte auch die Musikschule, in der er arbeitete. Die Jugendlichen waren sehr beeindruckt, als sie die Bedingungen sahen, unter denen dort Musikunterricht möglich ist. Riesige Übungs- und Schulungszimmer nur für Schlagzeug, Gitarre, Bass usw. Nach diesen Eindrücken ging es zurück in den Club, wo uns bereits Cees van Leeuwen, der Betreiber des Clubs empfing und uns etwas über die Geschichte des Clubs und die legendäre "Blues Route" in Utrecht erzählte, die er damals mit organisierte. Jeder Jugendlicher bekam außerdem einen CD-Sampler dieses Festivals geschenkt. Danach begann der Soundcheck mit unseren beiden und einigen niederländischen Bands. Die Live-Auftritte der Bands spiegelten deren Freude an dieser Gemeinschaft wieder, man merkte den Jugendlichen ihren Spaß an.

Am Sonntag wurde noch gemeinsam gefrühstückt, dann begannen die ersten aufzubrechen. Die Betreuer trafen sich früh noch mal mit Kees Schipper in dessen Landhaus und einigten sich auf eine weitere Jugendbegegnung im nächsten Jahr, die dann auch mindestens eine Woche gehen soll.
Zum Schluss bedankte man sich für ein erlebnisreiches, leider viel zu schnell vergangenes Wochenende, was aber bei den Jugendlichen trotzdem zu einem bleibenden Erlebnis in ihrem Leben geworden ist. ( Jürgen Mummert )